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Arcade-Automat selber bauen: Bauplan für Anfänger

Dieser Bauplan führt dich zu einem einfachen Arcade-Tischautomaten für zwei Spieler: 60 cm breit, 65 cm hoch und mit Rückwand 50,6 cm tief. Du baust ein Gehäuse aus 18-mm-Multiplex, setzt einen Monitor auf seinem vorhandenen Standfuß hinein und schließt Joysticks und Tasten über USB an einen Raspberry Pi 5 an. Die Anleitung nennt alle Holzmaße, die Positionen der Auflageleisten und die Reihenfolge bis zum ersten Spiel.

Arcade-Automat selber bauen: Bauplan für Anfänger [Bildinhalt mit KI erstellt]
Arcade-Automat selber bauen: Bauplan für Anfänger [Bildinhalt mit KI erstellt]

Für wen? Für Einsteiger, die anzeichnen, bohren und mit einer Stichsäge zwei gerade Schnitte pro Seitenwand ausführen können. Die rechteckigen Platten lässt du im Baumarkt zuschneiden. Plane etwa 12–18 Stunden aktive Arbeit plus die Trocknungszeit des Holzlacks ein. Löten ist mit einem passenden Steckkabel-Kit nicht erforderlich.

So liest du die Bilder: Die fotorealistischen KI-Illustrationen zeigen den Aufbau und die Arbeitsschritte. Zum Anzeichnen verwendest du immer die Maßtabellen; die Bilder sind keine maßstäblichen Bohrschablonen.

Das baust du: ein einfaches Bartop mit zugänglicher Technik

„Bartop“ bedeutet hier Arcade Tischautomat. Zwei L-förmige Seitenwände umschließen hinten den Monitor. Vorne liegt das waagerechte Bedienfeld. Bedienfeld und Monitorablage bestehen aus einer einzigen durchgehenden Platte. Darunter bleibt ein 132 mm hohes Technikfach. Eine angeschraubte Rückwand öffnest du später zum Austausch von Kabeln und Tasten.

Der Monitor bleibt vollständig in seinem Gehäuse und auf seinem originalen Standfuß. Zwei Gurte halten den Fuß auf der Ablage. Das erspart eine selbst konstruierte Monitorhalterung. Netzteile und Steckdosenleiste bleiben außerhalb des Holzgehäuses erreichbar.

Fotorealistische KI-Illustration eines Arcade-Tischautomaten mit zwei Spielerplätzen und Monitor auf Standfuß [Bildinhalt mit KI erstellt]
Das Ziel dieses Bauplans: ein Bartop mit waagerechtem Bedienfeld, zwei Spielerplätzen und Monitor auf seinem gesicherten Standfuß. Fotorealistische KI-Illustration. [Bildinhalt mit KI erstellt]

Maßplan zum Mitnehmen: Bauplan als PDF herunterladen: Zuschnittliste, Seitenprofil und Tastenraster (3 Seiten). Die Zeichnungen sind verkleinert; übertrage die angegebenen Millimetermaße auf dein Werkstück.

Die acht Bauphasen im direkten Vergleich


Die Übersicht zeigt, was in jeder Phase hinzukommt. Arbeite die Schritte in der angegebenen Reihenfolge ab. Unter jedem Schritt findest du eine Kontrolle, mit der du entscheidest, ob du weitermachen kannst.

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Infografik mit acht Bauphasen vom Prüfen der Teile über Holzbau und Verkabelung bis zum fertigen Arcade-Automaten [Bildinhalt mit KI erstellt]
Die acht Bauphasen nebeneinander. Zum Vergrößern das Bild öffnen. KI-Infografik; die Maßtabellen bestimmen den Zuschnitt. [Bildinhalt mit KI erstellt]
Schritt Das machst du Danach muss das passen
1 Monitor und Teile prüfen Alles passt zum festen Gehäusemaß.
2 Platten zuschneiden und Seiten ausklinken Beide Seiten sind deckungsgleich.
3 Bedienfeld und Kabelöffnungen bohren Taster und Joysticks passen ins Probestück.
4 Leisten und Gehäuse montieren Die Ablage liegt waagerecht und wackelt nicht.
5 Oberfläche, Monitor und Bedienelemente Holz ist trocken, Monitor und Tasten sitzen fest.
6 Steckkabel und Rechner einbauen Jeder Spieler hat einen eigenen USB-Encoder.
7 Recalbox installieren und Tasten zuordnen Alle Eingaben werden im Test erkannt.
8 Probespielen und Rückwand schließen Bild, Ton, Neustart und Lüftung funktionieren.

Einkaufsliste: diese Teile müssen zusammenpassen

Menge Teil Beim Kauf prüfen
Siehe Zuschnittliste 18-mm-Multiplex, 6-mm-Sperrholz, 30 × 30 mm Holzleisten Alle tragenden Platten tatsächlich 18 mm stark; die Maße unten gelten genau dafür.
1 Monitor, etwa 19 Zoll, mit Originalstandfuß HDMI; höchstens 540 mm breit und 430 mm hoch einschließlich Fuß; Fuß höchstens 210 mm tief. Gehäuse, Fuß und Stecker müssen gemeinsam in den hinteren 280-mm-Bereich passen.
1 Raspberry Pi 5, 2 oder 4 GB RAM Dazu ein passendes belüftetes Gehäuse mit aktiver Kühlung und Montagemöglichkeit.
1 + 1 Offizielles 27-W-USB-C-Netzteil + microSD ab 32 GB Zusätzlich Kartenleser für deinen Computer.
1 Micro-HDMI-auf-HDMI-Kabel Der kleine Stecker passt zum Pi 5; ein normales HDMI-Kabel allein reicht nicht.
2 8-Wege-Joystick für Holzplatten Ausdrücklich für 18 mm Einbaustärke geeignet, ausreichend langer Schaft, Montageplatte höchstens 95 × 80 mm groß. So ist keine Oberfräse erforderlich.
18 Unbeleuchtete Schraubtaster Je Spieler 6 Aktionstasten, Start, Select/Münze und Hotkey. Gewinde für 18 mm Platte; Beispiel-Bohrung 28 mm, nur wenn der Hersteller 28 mm verlangt. Mutter außen höchstens 36 mm.
2 Identische USB-Arcade-Encoder mit kompletten Steckkabeln Je Encoder Anschluss für Joystick und mindestens 9 Tasten; passend zu den Steckern der gekauften Taster und mit Recalbox-Unterstützung.
60 / 8 Holzschrauben 4 × 30 mm / 3 × 20 mm 4 × 30 für Platten und Leisten; 3 × 20 für die dünne Rückwand. Einige Schrauben bleiben als Reserve.
8 Sätze M4-Schrauben, etwa 30 mm lang, Muttern und Scheiben Für Joystick-Montageplatten mit M4-Löchern; tatsächliche Lochgröße prüfen.
2 25-mm-Gurt mit Klemmschloss, je etwa 1 m Nicht elastisch, zum Fixieren des Monitorfußes.
Nach Bedarf Holzlack, Schleifpapier 120/180, Kabelhalter, Kantenschutz, Gummifüße Monitor mit HDMI-Ton und Lautsprechern vereinfacht den Aufbau. Sonst aktive Lautsprecher am Audioausgang des Monitors einplanen.

Werkzeug: Akkuschrauber, Holzbohrer 2 / 2,5 / 3 / 4 / 4,5 / 6 mm, Senker, passender Forstnerbohrer oder Lochsäge für deine Taster, 30- und 40-mm-Lochsäge, Stichsäge mit feinem Holzblatt, Winkel, Zollstock, Bleistift, Schleifklotz und mindestens zwei Zwingen. Ein Reststück derselben 18-mm-Platte dient zum Probebohren. Werkstück festspannen, Schutzbrille tragen und Holzstaub absaugen.

Budget planen: Hole zuerst Angebote für Monitor, Steuerungs-Kit, Pi samt Zubehör und den zugeschnittenen Plattensatz ein. Addiere Lack, Befestigungsmaterial und fehlende Bohrer. Ein vorhandener passender Monitor spart einen großen Einzelposten. Ein scheinbar günstiges Taster-Kit ist ungeeignet, wenn seine Gewinde oder Joysticks nur für dünne Metallplatten gedacht sind.

Schritt 1: Monitor und Steuerung vor dem Holzkauf prüfen

  1. Monitor aufstellen und messen: Miss das komplette Gerät samt Fuß. Für diesen Plan gelten maximal 540 mm Breite und 430 mm Höhe. Der Fuß darf höchstens 210 mm tief sein. Hinter dem Monitor müssen die angeschlossenen Stecker und die vom Hersteller geforderten Lüftungsabstände noch Platz haben.
  2. Stellfläche nachbilden: Zeichne ein Rechteck von 564 × 500 mm auf Karton. Die ersten 220 mm ab Vorderkante gehören den Händen und Tasten. Stelle den Monitor in den hinteren Bereich. Sein Fuß darf nicht in den Bedienbereich hineinragen. Teste die Sitzhöhe am vorgesehenen Tisch.
  3. Kompatibilität prüfen: Lege Joysticks, Taster und ihre Muttern an ein 18-mm-Holzreststück. Passt das Gewinde durch die Platte? Bleibt der Joystickgriff hoch genug? Lies das Anschlussblatt der Encoder. Bestelle ein zusammenpassendes Kit, wenn Stecker oder Bezeichnungen nicht zusammenpassen.
  4. Bild und Ton testen: Verbinde den Monitor zunächst mit einem vorhandenen Computer per HDMI. Kontrolliere Bild, Ton und das Einschalten. Stelle den Eingang am Monitor ausdrücklich auf HDMI.

Kontrolle: Passt ein Teil nicht, wähle vor dem Zuschnitt ein anderes. Größere Monitore erfordern einen neu berechneten Gehäuseplan; die folgende Liste darf dann nicht unverändert verwendet werden.

Schritt 2: Holz zuschneiden lassen und die Seitenform herstellen

Gib diese Liste beim Holzzuschnitt ab. Alle Maße sind Fertigmaße in Millimetern; die Sägeblattbreite darf nicht von den Teilen abgezogen werden. Markiere die Teile mit A bis H auf Malerkrepp.

Teil Anzahl Fertigmaß Verwendung
A 2 650 × 500 × 18 Seitenwände; anschließend vorne oben ausklinken
B 1 564 × 500 × 18 Boden
C 1 564 × 500 × 18 Durchgehende Bedien- und Monitorablage
D 1 564 × 280 × 18 Deckel über dem Monitor
E 1 564 × 132 × 18 Untere Frontblende
F 1 600 × 650 × 6 Aufgeschraubte Rückwand
G 4 410 × 30 × 30 Je zwei Auflageleisten für Boden und Ablage
G 2 250 × 30 × 30 Zwei Auflageleisten für den Deckel
H 2 132 × 30 × 30 Senkrechte Befestigungsleisten hinter der Frontblende

Die Innenbreite ergibt sich aus 600 − 18 − 18 = 564 mm. Für die Leisten reichen insgesamt 3 laufende Meter bei 30 × 30 mm Querschnitt einschließlich Schnittverlusten.

  1. Lege eine Seitenplatte A vor dich: 650 mm nach oben, 500 mm von vorne nach hinten. Beschrifte unten „Boden“, links „Vorne“ und rechts „Hinten“.
  2. Miss an der Vorderkante vom unteren Plattenrand 168 mm nach oben. Zeichne von dort waagerecht 220 mm nach hinten. Zeichne am Ende dieser Linie senkrecht bis zur Oberkante.
  3. Säge entlang dieser zwei Linien. Das entfernte Rechteck ist 220 mm tief und 482 mm hoch. Übrig bleibt eine L-Form: vorne 168 mm hoch, hinten 650 mm hoch. Die hintere hohe Partie ist 280 mm tief.
  4. Lege die fertige Seite auf die zweite, übertrage die Form und säge die zweite Seite. Lege beide zum Vergleich übereinander und schleife kleine Unterschiede bündig.

Kontrolle: Beide Seiten müssen dieselbe Form haben. Lege ihre späteren Innenseiten nach oben nebeneinander; markiere sie links und rechts, damit die Leisten später spiegelbildlich sitzen.

Schritt 3: Tastenlöcher und Kabelwege bohren

Lege Platte C mit der späteren Oberseite nach oben hin. Die 564-mm-Kante ist vorne. Alle Koordinaten beginnen an der vorderen linken Ecke: x nach rechts, y nach hinten zum Monitor. Markiere die Vorderkante dauerhaft auf der Unterseite. Zeichne die Mittelpunkte auf Kreppband.

Element Spieler 1: x / y Spieler 2: x / y
Joystick-Mitte 80 / 110 362 / 110
Aktionstaste 1 / 2 / 3 150 / 90 · 190 / 90 · 230 / 90 432 / 90 · 472 / 90 · 512 / 90
Aktionstaste 4 / 5 / 6 150 / 135 · 190 / 135 · 230 / 135 432 / 135 · 472 / 135 · 512 / 135
Start (weiß) 140 / 45 422 / 45
Select / Münze (schwarz) 185 / 45 467 / 45
Hotkey (rot) 230 / 45 512 / 45
  1. Zuerst probieren: Bohre ein Tasterloch in ein Reststück. Bei einem 28-mm-Taster ist es 28 mm groß; fordert dessen Datenblatt 30 mm, brauchst du einen 30-mm-Bohrer. Stecke den Taster ein und ziehe seine Mutter handfest an. Der Rand muss das Loch vollständig überdecken.
  2. Platz auf beiden Seiten prüfen: Lege Papierkreise für die Taster und die echten Joystickplatten auf das Raster. Setze dich davor. Kontrolliere auch die Unterseite: Je 30 mm entlang der linken und rechten Kante sind für die Auflageleisten reserviert. Keine Mutter und keine Montageplatte darf dort hineinragen.
  3. Die 18 Tasterlöcher bohren: Spanne C auf einer Opferplatte fest. Bohre rechtwinklig von oben, ohne starken Druck beim Durchbruch. Schleife die Lochränder leicht glatt.
  4. Joysticks vorbereiten: Bohre die zentrale Schaftdurchführung nach Herstellerangabe. Übertrage die vier Befestigungslöcher direkt von der Montageplatte, nicht aus einem Universalraster. Für M4-Schrauben sind 4,5-mm-Durchgangslöcher üblich. Senke nur so weit, dass geeignete Senkköpfe oben bündig sitzen. Probeweise montieren und die volle Bewegung in alle Richtungen prüfen.
  5. Kabeldurchgang: Bohre in C bei x = 282, y = 455 eine 30-mm-Öffnung. Hier gelangen HDMI- und dünne Stromkabel zwischen Technikfach und Monitorbereich hindurch. Kanten glätten und mit Kantenschutz versehen.
Fotorealistische KI-Illustration einer eingespannten Multiplexplatte mit Taster- und Joysticklöchern für zwei Spieler [Bildinhalt mit KI erstellt]
So wird die Ablage zum Bohren auf einer Opferplatte eingespannt. Der hintere Bereich bleibt für den Monitor frei. KI-Illustration; Bohrpositionen aus der Tabelle übertragen. [Bildinhalt mit KI erstellt]

Rückwand F vorbereiten: Bohre acht Lüftungsöffnungen mit 40 mm Durchmesser: je vier bei 100 / 230 / 370 / 500 mm Abstand von links. Die untere Reihe liegt 70 mm über der Unterkante, die obere bei 580 mm. Eine weitere Kabelöffnung liegt bei x = 300, Höhe = 80 mm. Prüfe vor dem Bohren, ob die geräteseitigen Stecker hindurchpassen; bei fest angeschlossenen großen Steckern ist eine passend größere Öffnung nötig. Leitungen niemals durch scharfe Holzkanten führen.

Kontrolle: Alle Taster sitzen im Probestück und späteren Bedienfeld fest. Die beiden Joysticks bewegen sich ohne Kontakt zum Holz. Die Platte ist noch ausgebaut – jetzt kannst du Bohrfehler am einfachsten korrigieren.

Schritt 4: Auflageleisten setzen und das Gehäuse verschrauben

Die Leisten tragen die Platten. Du schraubst die Platten in die Leisten, statt auf schmale Plattenkanten zielen zu müssen. Arbeite zuerst ohne Leim, damit sich die Teile lösen und lackieren lassen.

Positionen auf jeder Seitenwand

Alle Höhen in dieser Tabelle misst du von der unteren Außenkante der Seitenwand. „Vorne“ ist die niedrige Seite mit dem Bedienfeld.

Leiste Lage von vorne nach hinten Unterkante / Oberkante
Bodenleiste, 410 mm 60 bis 470 mm 18 / 48 mm
Ablageleiste, 410 mm 60 bis 470 mm 120 / 150 mm
Deckelleiste, 250 mm 235 bis 485 mm 602 / 632 mm
Frontleiste H, senkrecht 18 bis 48 mm 18 / 150 mm
Fotorealistische KI-Illustration einer L-förmigen Seitenwand mit drei waagerechten Auflageleisten und einer senkrechten Frontleiste [Bildinhalt mit KI erstellt]
Innenseite einer Seitenwand: unten Bodenleiste, darüber Ablageleiste, oben Deckelleiste; vorne die senkrechte Frontleiste. KI-Illustration, nicht maßstäblich. [Bildinhalt mit KI erstellt]
  1. Leisten anzeichnen: Markiere die Umrisse auf beiden Innenseiten. Die lange Ablageleiste endet oben genau bei 150 mm. Mit der 18-mm-Platte ergibt das eine Bedienhöhe von 168 mm.
  2. Leisten befestigen: Spanne jede Leiste fest. Bohre von außen 4-mm-Durchgangslöcher durch die Seitenplatte und danach mit 2,5 mm etwa 12 mm tief in die Leiste vor. Senke die Außenseite leicht. Schraube mit 4 × 30 mm fest. Lange Leisten erhalten drei Schrauben, Frontleisten zwei. Positioniere Schrauben mittig im 30-mm-Leistenquerschnitt.
  3. Boden B einsetzen: Richte beide Seiten auf. Schiebe B zwischen sie, unter die unteren Leisten; seine Unterseite schließt unten bündig ab. Spanne alles rechtwinklig zusammen. Schraube B von unten mit je drei 4 × 30-mm-Schrauben in die Leisten. Auch hier zuerst durch die Platte und dann in die Leiste vorbohren.
  4. Ablage C einsetzen: Lege C auf die mittleren Leisten. Sie liegt vorne und hinten bündig. Ihre Oberseite ist jetzt 168 mm über der Unterkante. Schraube von oben je dreimal in die Leisten. Für diese Schrauben liegt die Linie 15 mm von der jeweiligen seitlichen Plattenkante entfernt.
  5. Deckel D einsetzen: Lege D auf die oberen Leisten. Seine Hinterkante schließt mit den Seiten ab; vorne beginnt er an der hohen Seitenpartie. Die Oberseite endet auf 650 mm. Mit je drei Schrauben pro Seite befestigen.
  6. Frontblende E einsetzen: E füllt vorne den Raum zwischen Bodenoberseite bei 18 mm und Ablageunterseite bei 150 mm. Schraube sie von vorne in die beiden senkrechten Leisten H, je zwei Schrauben. Ihre Vorderseite schließt bündig mit den Seiten ab.

Praktische Schraubenpositionen: Auf den 410-mm-Leisten kannst du bei 100, 265 und 430 mm Abstand von vorne schrauben, auf den Deckelleisten bei 260, 360 und 460 mm. Versetze die Schrauben durch die Platten um etwa 10 mm gegenüber den Schrauben durch die Seitenwand, damit sich die Schraubenspitzen im Holz nicht treffen.

Kontrolle: Miss hinten die beiden Diagonalen des Gehäuses; sie sollen gleich lang sein. Prüfe mit dem Winkel die Ecken und mit einer Wasserwaage die Ablage. Stelle den Monitor probeweise hinein. Die Rückwand bleibt offen.

Schritt 5: Holz fertigstellen, Monitor sichern und Tasten einsetzen

  1. Oberflächen bearbeiten: Nimm Monitor und sämtliche Elektronik wieder heraus. Löse C, wenn du die Kanten sonst schlecht erreichst. Schleife mit Körnung 120 und anschließend 180 in Faserrichtung. Runde scharfe Kanten leicht ab. Staub entfernen, geeigneten Holzlack dünn auftragen und die Trocknungszeit auf der Dose einhalten. Lackiere keine Gewinde, Stecker oder elektronischen Teile.
  2. Monitorfuß sichern: Stelle den Monitor wieder auf C, mittig im hinteren Bereich. Lege zwei nicht elastische 25-mm-Gurte links und rechts neben der Standsäule über den flachen Fuß. Markiere für jeden Gurt je einen Schlitz vor und hinter dem Fuß. Schlitzgröße: etwa 30 × 6 mm; mindestens 25 mm Abstand zu Plattenrändern und anderen Öffnungen halten. Prüfe darunter Leisten und Kabelweg. Nimm den Monitor ab, baue C aus und fertige die vier Schlitze mit 6-mm-Startbohrung und Stichsäge. Kanten sorgfältig glätten.
  3. Gurte einfädeln: Führe jeden Gurt durch die beiden zugehörigen Schlitze, über den Fuß und unter der Ablage zurück zum Klemmschloss. Spanne ihn so, dass der Fuß beim Schieben nicht rutscht. Der Gurt darf weder auf das Display drücken noch den Standfuß verformen. Die Schlösser bleiben von hinten erreichbar. Beim Transport den Monitor herausnehmen.
  4. Taster einsetzen: Schraube die Muttern ab, stecke die Taster von oben ein und ziehe die Muttern von unten handfest an. Pro Spieler kommen sechs blaue Aktionstasten, vorne Start in Weiß, Select/Münze in Schwarz und Hotkey in Rot hinein. Beschrifte die Unterseite mit P1/P2 und der jeweiligen Funktion.
  5. Joysticks montieren: Setze die Montageplatte unter C. Führe passende M4-Schrauben von oben durch, lege unten Scheiben auf und ziehe die Muttern gleichmäßig an. Schrauben dürfen nicht den beweglichen Mechanismus berühren. Der Schaft muss ohne Schleifen in alle acht Richtungen laufen. Bei zu kurzem Schaft brauchst du einen für 18-mm-Holz geeigneten Joystick.

Kontrolle: Die Oberfläche ist vollständig trocken. Jeder Taster lässt sich drücken und federt zurück; Muttern bleiben fest. Der Monitorfuß verschiebt sich bei leichtem Schieben nicht. Die Displayfläche und seine Lüftungsöffnungen bleiben frei.

Schritt 6: Tasten, Encoder und Raspberry Pi verkabeln

Ein USB-Encoder übersetzt Tastendrücke in ein Gamepad-Signal. Du verwendest je Spieler einen. So entsteht zweimal dieselbe übersichtliche Verkabelung. Ziehe vor dem Stecken und Umstecken die Stromversorgung ab.

Fotorealistische KI-Illustration einer Steuerung von unten mit Schraubtastern, Joystick, USB-Encoder und Steckkabeln [Bildinhalt mit KI erstellt]
Verkabelungsprinzip für einen Spieler, von unten gesehen. Der zweite Spieler erhält denselben Aufbau. KI-Illustration; die Anschlussbelegung richtet sich nach deinem Encoder-Kit. [Bildinhalt mit KI erstellt]
  1. Encoder befestigen: Setze jeden auf passende isolierende Abstandshalter nahe der zugehörigen Tasten unter C. Verwende Befestigungen passend zu den Platinenlöchern. Schrauben in der Holzplatte müssen so kurz sein, dass sie nicht oben austreten. Platinen dürfen nicht lose an ihren Kabeln hängen.
  2. Joystick anschließen: Bei einem 5-poligen Stecksystem verbindest du das passende Joystickkabel mit dem vorgesehenen Eingang des Encoders. Nicht mit Gewalt einstecken. Bei vier einzelnen Mikroschaltern nimmst du die Richtungs- und Massekabel genau nach dem Anschlussblatt des Kits.
  3. Jede Taste anschließen: Verbinde die beiden Schaltkontakte mit einem Tasterkabel und dessen Encoder-Eingang. Bei einem Mikroschalter mit drei beschrifteten Kontakten verwendest du COM und NO, nicht NC. COM ist der gemeinsame Kontakt, NO schließt erst beim Drücken. Kabel für LED-Beleuchtung entfallen bei den unbeleuchteten Tastern.
  4. Gleiche Reihenfolge auf beiden Encodern: Die sechs Aktionstasten kommen auf die ersten sechs dafür vorgesehenen Tastereingänge, anschließend Start, Select und Hotkey. Nutze das Anschlussblatt, wenn die Eingänge anders benannt sind. Notiere deine Reihenfolge auf Papier. Die Software-Zuordnung folgt in Schritt 7.
  5. Pi einsetzen: Montiere ihn in seinem gekühlten Gehäuse im unteren Technikfach, mit erreichbaren USB-Anschlüssen und freiem Luftweg. Halte Leitungen von Lüfter und Steckkontakten fern. Führe das Micro-HDMI-Kabel durch die Öffnung in C zum Monitor; am Pi kommt es an HDMI0.
  6. USB und Strom: Verbinde beide Encoder per USB mit dem Pi und kennzeichne die Kabel mit P1 und P2. Monitor und Pi bekommen jeweils ihre eigene passende Stromversorgung. Das offizielle 27-W-Netzteil versorgt den Pi 5 mit 5 V/5 A. Die Steckdosenleiste bleibt außerhalb des Automaten erreichbar. Erst einschalten, nachdem die Speicherkarte vorbereitet ist.

Die technischen Angaben zu HDMI, Audio und Stromversorgung stammen aus der Raspberry-Pi-Dokumentation. Für Ton verwendest du die HDMI-Lautsprecher des Monitors oder dessen Audioausgang mit aktiven Lautsprechern. Der Pi 5 hat keine klassische 3,5-mm-Audiobuchse.

Kontrolle: Kein blanker Kontakt berührt Schrauben oder andere Platinen. Kabel haben etwas Spiel, sind aber mit Haltern geordnet. Die Lüftungsöffnungen bleiben frei. Die Rückwand liegt noch neben dem Gehäuse.

Schritt 7: Recalbox installieren und die Tasten zuordnen

Speicherkarte vorbereiten

  1. Öffne am Computer die offizielle Downloadseite für Raspberry Pi 5 und lade das passende Recalbox-Image herunter. Die geprüfte Downloadseite bietet Recalbox 10.1.1 für Pi 5 mit 2/4/8 GB an.
  2. Installiere Raspberry Pi Imager und stecke die microSD-Karte in den Kartenleser. Wähle das heruntergeladene Image über „Eigenes Image verwenden“ beziehungsweise „Use Custom“.
  3. Wähle als Speicherziel ausdrücklich die microSD-Karte. Der Schreibvorgang löscht ihren bisherigen Inhalt. Starte das Schreiben und warte, bis auch die Überprüfung beendet ist.
  4. Entferne die Karte sicher, stecke sie in den ausgeschalteten Pi und verbinde Monitor und zunächst den P1-Encoder. Schalte den Monitor ein, wähle HDMI und schließe dann das Pi-Netzteil an. Warte den ersten Start vollständig ab.

Beide Spieler einrichten

Der Recalbox-Konfigurator ab Version 10.1 zeigt ein Bild des Controllers und hebt die jeweils gesuchte Taste hervor. Bei einer anderen Version können die Menünamen abweichen.

  1. Öffne „Controller-Einstellungen → Controller konfigurieren“, falls der Assistent nicht automatisch erscheint. Halte eine Taste von Spieler 1 etwa eine Sekunde gedrückt, damit der richtige Encoder ausgewählt wird.
  2. Wähle den Arcade-Controller mit sechs Aktionstasten. Drücke jeweils die im Bild markierte Taste. Ordne Weiß als Start, Schwarz als Select und Rot als Hotkey zu. Folge für nicht vorhandene Zusatzfunktionen der angezeigten Überspringen-Funktion.
  3. Prüfe im anschließenden Test jede Richtung und Taste. Speichere nach der Bildschirmanweisung; der aktuelle Assistent verwendet Hotkey + Start.
  4. Schließe P2 an, führe dieselbe Einrichtung für den zweiten Encoder aus und prüfe die Spielerzuordnung. Identische Encoder müssen gleich verkabelt sein. P1/P2-Kabel anschließend in denselben USB-Anschlüssen lassen.

Was machen die Zusatztasten? Start startet oder pausiert je nach Spiel. Select ist bei vielen Arcade-Spielen die Münz-/Credit-Taste. Hotkey wird zusammen mit anderen Tasten verwendet; Hotkey + Start beendet üblicherweise das Spiel. Die genaue Wirkung kann vom gewählten Emulator abhängen. Eine separate rote Taste verhindert, dass Einsteiger Hotkey und Münze verwechseln.

Starte zunächst eines der mitgelieferten freien Homebrew-Spiele. Recalbox enthält solche freien Spiele und Demos; weitere Spiele- und BIOS-Dateien musst du selbst aus zulässigen Quellen beziehen. Für den ersten Funktionstest brauchst du keine heruntergeladene ROM-Sammlung. Die offizielle Anleitung zum ersten Start erklärt Menü, Spieleauswahl und Herunterfahren.

Kontrolle: Im Controller-Test leuchtet jede gedrückte Taste einzeln auf. Beide Joysticks melden die richtige Richtung. Du kannst ein Spiel starten und wieder ins Menü zurückkehren.

Schritt 8: Probespielen, Rückwand montieren und richtig ausschalten

  1. Mit offener Rückseite testen: Spiele mindestens 30 Minuten. Prüfe beide Spielerplätze, Bild und Ton. Es dürfen keine Unterspannungs- oder Temperaturwarnungen auftreten; bei Warnungen Versorgung und Kühlung prüfen, bevor du weiterbaust.
  2. Mechanik prüfen: Betätige beide Joysticks kräftig wie beim Spielen. Das Gehäuse darf nicht kippeln, der Monitorfuß nicht wandern und die Ablage nicht nachgeben. Klebe rutschhemmende Gummifüße unter den Boden. Der Tisch muss das vollständige Gerät sicher tragen.
  3. Rückwand anpassen: Lege F hinten auf. Markiere die Mitte der 18-mm-Kanten: seitlich 9 mm vom Rand, oben und unten ebenfalls 9 mm. Verwende je drei Schrauben an beiden Seiten sowie je eine oben und unten. Bohre die 6-mm-Rückwand mit 3 mm durch und die Plattenkanten vorsichtig etwa 14 mm tief mit 2 mm vor. Nutze dafür zusätzlich einen 2-mm-Bohrer. Schraube F mit 3 × 20 mm an, ohne die Kanten zu sprengen.
  4. Mit geschlossener Rückwand erneut testen: Lüftungs- und Kabelöffnungen dürfen nicht verdeckt sein. Wiederhole den längeren Spieltest und prüfe Warnmeldungen. Bei Wärmestau erst den Luftweg verbessern, bevor du den Automaten dauerhaft nutzt.
  5. Sauber ausschalten: Gehe ins Recalbox-Menü und wähle Herunterfahren. Warte auf das vollständige Abschalten, erst dann die Steckdosenleiste ausschalten. Teste beim nächsten Start, ob der Monitor selbst aufwacht oder seine Einschalttaste benötigt.

Fertig: Du hast jetzt einen spielbaren Tischautomaten mit zugänglichem Technikfach. Eine bedruckte Monitorblende oder eine beleuchtete Kopfleiste kannst du später ergänzen; für diesen Bauplan sind sie nicht erforderlich.

Wenn etwas nicht funktioniert: gezielt Fehler finden

Fehler So grenzt du ihn ein
Schwarzer Bildschirm Monitor separat einschalten, HDMI-Eingang wählen, Kabel an HDMI0 des Pi prüfen. Danach kontrollieren, ob das Image wirklich für Pi 5 ist.
Eine Taste reagiert nicht Strom trennen. Ihr Kabel mit dem einer funktionierenden Taste tauschen. Wandert der Fehler mit, liegt es am Kabel/Eingang; bleibt er an der Taste, Kontakte und Mikroschalter prüfen.
Taste gilt als dauerhaft gedrückt Bei einem Drei-Kontakt-Mikroschalter prüfen, ob versehentlich NC statt NO angeschlossen ist.
Joystick läuft spiegelverkehrt Einbaurichtung und Steckerorientierung anhand des Kits prüfen; anschließend Controller-Zuordnung wiederholen. Nicht nach Kabelfarbe raten.
Spieler 1 und 2 vertauscht Im Controller-Menü Spielerzuordnung prüfen, P1/P2-USB-Kabel und identische Verkabelung kontrollieren.
Spiel startet nicht trotz Starttaste Bei einem Arcade-Spiel zuerst über Select einen Credit hinzufügen, dann Start drücken. Im Controller-Test beide Funktionen prüfen.
Kein Ton Hat der Monitor Lautsprecher? Lautstärke und HDMI-Audioausgabe prüfen. Ein reiner Bildschirm benötigt eine separate Audiolösung.
Pi startet neu / Warnsymbol erscheint Passendes 27-W-Netzteil, USB-Verbindungen und Kühlung prüfen. Nicht benötigte USB-Verbraucher testweise entfernen.
Platte lässt sich nicht bündig einsetzen Holzstärke, 564-mm-Zuschnitt und Leistenhöhen nachmessen. Schrauben lösen und rechtwinklig ausrichten; die Platte nicht mit Gewalt hineinziehen.

FAQ: Fragen vor dem ersten eigenen Arcade-Automaten

Kann ich diesen Arcade-Automaten als Anfänger bauen?

Ja, wenn du genau anzeichnen, bohren und mit einer Stichsäge gerade schneiden kannst. Lass die rechteckigen Platten zuschneiden. Die Anleitung verwendet Auflageleisten, Steckkabel und einen Monitor auf seinem Originalstandfuß. Ein Probestück für Taster und Joystick ist vor dem Bohren des Bedienfelds Pflicht.

Welche Maße hat der fertige Automat?

Dieser konkrete Bauplan ergibt 600 mm Breite, 650 mm Höhe und 506 mm Tiefe einschließlich der 6-mm-Rückwand. Er verwendet 18-mm-Platten. Die Oberseite der durchgehenden Bedien- und Monitorablage liegt 168 mm über der Gehäuseunterkante.

Kann ich die Holzstärke oder den Monitor einfach ändern?

Eine andere Holzstärke verändert Innenbreite, Leistenhöhen und Frontblende. Ein größerer Monitor kann mehr Breite, Höhe oder Tiefe benötigen. Ändere deshalb nicht einzelne Maße isoliert, sondern rechne den gesamten Plan neu. Einfacher ist ein Monitor innerhalb der genannten Grenzen.

Warum braucht jeder Spieler neun Tasten?

Sechs Tasten dienen dem Spiel, eine ist Start, eine Select beziehungsweise Münze und eine die separate Hotkey-Taste. Damit lassen sich die Grundfunktionen verständlich zuordnen. Für andere Systeme können andere Bedienelemente nötig sein.

Muss ich löten oder an 230 Volt arbeiten?

Mit einem passenden Encoder-Kit werden die Kleinspannungskabel gesteckt. Monitor und Pi nutzen ihre vorgesehenen Netzteile. Netzteile und Steckdosenleiste bleiben außen; du öffnest sie nicht und baust keine Netzspannungsleitungen um.

Welcher Taster passt in das 18-mm-Bedienfeld?

Ein Schraubtaster, dessen Gewinde für mindestens 18 mm Plattenstärke und die Befestigungsmutter ausreicht. Der Hersteller bestimmt den Bohrdurchmesser. Das Raster setzt Muttern mit höchstens 36 mm Außendurchmesser voraus. Probiere einen Taster zuerst in einem Holzreststück aus.

Brauche ich einen Münzeinwurf?

Nein. Die schwarze Select-Taste übernimmt bei vielen Arcade-Spielen die Credit-Funktion. Danach startest du mit der weißen Starttaste. Das muss in der Controller-Konfiguration passend zugeordnet sein.

Kann ich sofort ein Spiel testen?

Ja. Recalbox bringt freie Homebrew-Spiele und Demos mit. Verwende zunächst diese zum Funktionstest. Zusätzliche Spiele und BIOS-Dateien sind nicht automatisch enthalten und müssen aus Quellen stammen, die du nutzen darfst.

Wie schalte ich den Automaten aus?

Beende das Spiel, wähle im Recalbox-Menü Herunterfahren und warte auf das vollständige Abschalten. Erst danach die externe Steckdosenleiste ausschalten. Einfaches Abschalten während eines Schreibzugriffs kann die Speicherkarte beschädigen.

Sind die Bilder echte Fotos eines gebauten Automaten?

Nein. Es sind fotorealistische KI-Illustrationen zur Orientierung. Der Maßplan ist ein redaktionell konzipierter Aufbau und kein dokumentierter Werkstatttest. Verbindlich sind die angegebenen Maße sowie die Montagevorgaben deiner tatsächlich gekauften Komponenten.

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